DIE SCHMIERE wurde 1950 von Rudolf Rolfs gegründet und befindet sich seitdem in der Stadtmitte von Frankfurt/Main.
Zuerst spielte man als Gastspieltheater aus einem Bauwagen heraus, dann wurde im steinernen Haus am Römerberg der erste Schmierekeller bezogen und seit Mitte der 50er-Jahre befindet sich die SCHMIERE in den Gewölben des Karmeliterklosters.
Rudolf Rolfs hat in 39 Jahren Schmiere bis 1989 über 11000 Vorstellungen gespielt, die meisten übrigens gemeinsam mit Regnauld Nonsens, seinem längjährigen Bühnenpartner und Pendant (bekannt auch durch die "Familie Hesselbach", den "Blauen Bock" und verschiedenen Fernseh- und Kinorollen). Rudolf Rolfs hat über 50 eigene Schmiere-Kabarett-Stücke produziert und viele Bücher geschrieben, von denen noch heute einige wenige Exemplare zu erwerben sind.
Rudolf Rolfs und Regnauld Nonsens leben leider beide nicht mehr, doch ihr "Geist und Esprit" werden den Schmierekeller hoffentlich nie entgültig verlassen.
Seit 1990 arbeitet ein junges Ensemble um und unter der Tocher von Rudolf Rolfs - Effi B. Rolfs -, zur Schmiere-Basis gehören seit dem auch Matthias Stich und Klaus Tessnow. "Das junge Team" hat seither jedes Jahr mindestens eine neue Schmiere-Produktion auf die kleine Kellerbühne gebracht. Die aktuellsten Stücke sind die Kabarettproduktionen "Die Party geht weiter - Boni für alle!", sowie "Grundlos erregt!" und als Satire das von der Schmiere geschriebene Stück "Reform mich, Baby!" - eine erotische Politsatire in 3 Akten. Ferner sind ausser diesen Titeln noch mindestens vier bis sechs andere Eigenproduktionen auf dem Spielplan.
Nach wie vor arbeitet die Schmiere ohne Subventionen und lebt von den Eintrittsgeldern, das Team besteht meist aus 10 bis 13 freiberuflichen und/oder ehrenamtlichen Schauspielern, Kabarettisten und Helfern.
Mit Gastspielen in Bürgerhäusern, auf Kulturfestivals oder auch bei Firmen, auf Messen oder zu privaten Anlässen subventioniert die Schmiere sich quasi selbst und kann ein großes Spektrum an Auftritten abdecken.
Baustelle im und um das Karmeliterkloster seit 2005:
Noch gleicht der Bereich um das Karmeliterkloster einer Großbaustelle, obwohl ein Großteil der nötigen Sanierungen 2009 bereits abgeschlossen sind.
Die Schmiere war auch für einige Monate ausgelagert und hangelte sich mit Gastspielen im gesamten Hessenland über die Zeit. Nach vielen Verzögerungen und immer wieder verschobenen Fertigstellungsterminen konnten wir aber im Dezember 2007 unseren Keller wieder übernehmen.
Innerhalb von wenigen Tagen haben wir damals den sanierten Keller wieder zu einem Theater rückgebaut. Vieles ist neu, was sich auf Grund vieler neuer Auflagen und Bestimmungen nicht vermeiden liess, aber trotzdem haben wir es unserer Meinung nach geschafft einen schönen Mittelweg zwischen den DIN-Vorschriften und der alten Schmiere zu gestalten.
Jetzt, im Jahr 2009, kämpfen wir mit den Mängeln und Fehlentscheidungen der Bauleitung. Es gibt kaum etwas was noch nicht schief gelaufen ist, wir hatten gerade im Frühjahr 2009 drei Wassereinbrüche innerhalb von 10 Tagen, die uns nicht nur finanziell sondern auch körperlich fast an das Ende unserer Existenz gebracht haben. Bis heute ist die Ursache für die Wassereintritte nicht wirklich gesucht worden und man hat einfach einen Kellerschacht zugemauert und mit Erde aufgefüllt ... Wasser kommt trotzdem immer mal wieder rein, aber ausser uns stört das niemanden.
An regelmäßige Fehlalarme der nagelneuen Brandmeldeanlage sind wir leider inzwischen auch schon gewöhnt und kennen die meisten der Frankfurter Feuerwehrleute schon beim Vornamen. Auch einige unserer Zuschauer durften bei diesen lautstarken und immer unnötig ausgelösten Fehlalarmen dabei sein. Siehe auch Videoauschnitt unter www.immo-skandal.de Allerdings müssen wir betonen dass weder wir noch die Feuerwehr die Fehlalarme besonders lustig finden und jeder unnötige Einsatz nicht nur Stress, sondern auch Kosten verursacht, aber auch das lässt die Bauleitung kalt "Wir kümmern uns drum.", hören wir jetzt seit knapp 2 Jahren ...
Die Fußbodenbeschichtung löst sich, die Belüftungsanlage funktioniert nicht und und und ... ein Ende der Baustelle scheint noch nicht in Sicht.